Der Industriedesigner Christophe de la Fontaine und die Künstlerin Aylin Langreuter sind von Mailand nach Niederbayern gezogen und leben in einem kleinen mittelalterlichen Schloss. Sie haben 2012 das Label Dante Goods & Bads gegründet und entwerfen Produkte, Objekte und Editionen, deren Qualitäten weit über das Materielle hinausgehen. Sie sind immer auf der Suche nach der emotionalen Verbindung zwischen den Menschen und den Dingen. Wir freuen uns, dass wir sie ein Stück dabei begleiten konnten und haben ihnen für unseren Newsletter eine Frage gestellt.
H W
Welche Rolle spielt Design für euch?
C F & A L
Design bewegt sich für uns immer zwischen Notwendigkeit und Begehren. Wir gestalten Dinge, die unverzichtbar sind, und Dinge, die unsere Identität, unsere Wünsche und unsere Art zu leben ausdrücken.
Relevanz entsteht an der Schnittstelle von Gegenwart und Zukunft – wenn ein Entwurf präzise in seiner Zeit verankert ist und dennoch darüber hinausweist. Am Anfang steht eine Idee, die sich materialisiert:
als Konzept, als Prototyp, als industriell herstellbares Produkt. Design ist Transfer - vom Gedanklichen ins Materielle, von Vision in Nutzbarkeit, von individueller Haltung in kollektive Erfahrung. Am Ende
steht ein Objekt, das real in den Alltag eingreift – konkret, nicht abstrakt. In ihrer Summe formen diese Objekte unsere Lebenswelt, prägen Routinen und Atmosphären und beeinflussen, wie wir uns bewegen, handeln und wahrnehmen.
Wir formen die Dinge und die Dinge formen uns. (frei nach Marshall McLuhan)